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Artikel 1 –Was dein Fahrwerk wirklich macht – MTB Fahrwerk Grundlagen für Gravity-Fahrer

Was dein Fahrwerk wirklich macht. Grundlagen für Gravity Fahrer

Grundlagen für Gravity-Fahrer

Einleitung

Viele Mountainbiker investieren viel Geld in ihr Bike, aber kaum Zeit in ihr Fahrwerk. Dabei entscheidet genau dieses System darüber, wie viel Grip, Kontrolle und Sicherheit du auf dem Trail hast. Ein gutes Fahrwerk macht dich nicht automatisch schneller – aber es sorgt dafür, dass du dein Potenzial überhaupt nutzen kannst.

In diesem Artikel bekommst du die Grundlagen: Was macht dein Fahrwerk? Warum reagiert es so, wie es reagiert? Und warum ist ein gutes Setup im Gravity-Bereich so entscheidend?

Dieser Beitrag ist Teil der neuen Serie MTB Raceshop Pro Suspension – deiner Fahrwerksbibel für mehr Kontrolle, mehr Komfort und bessere Runs.


„Lass uns gemeinsam herausfinden, wie du mit dem richtigen Fahrwerk-Setup mehr aus deinem Bike – und aus dir selbst – herausholst.“


Warum dein Fahrwerk so wichtig ist

Ein Fahrwerk ist weit mehr als nur „Federweg haben“. Gerade im Downhill- und Enduro-Bereich erfüllt es drei zentrale Aufgaben:

  • Grip erzeugen: Der Reifen bleibt auch in Wurzeln und Steinfeldern am Boden.

  • Bike stabilisieren: Das Bike liegt ruhiger, schaukelt weniger, bleibt berechenbar.

  • Dich entlasten: Weniger Armpump, weniger Müdigkeit, weniger Stress am Lenker.

Ein schlechtes Fahrwerk frisst Energie, lässt dich verkrampfen und macht das Bike nervös. Ein gutes Fahrwerk dagegen nimmt dir Arbeit ab und gibt dir das Gefühl, auf Schienen zu fahren.


„Nach unzähligen Setups in der Werkstatt und auf der Rennstrecke sehe ich immer wieder: Wer das Fahrwerk ignoriert, verschenkt das größte Potenzial seines Bikes.“


Die zwei Kernsysteme: Federung & Dämpfung

Um zu verstehen, wie Fahrwerk funktioniert, musst du zwei Bereiche kennen:Federung und Dämpfung – die arbeiten zusammen, aber haben komplett unterschiedliche Aufgaben.

Die Feder – sie trägt dich

Die Feder bestimmt, wie tief du im Federweg stehst und wie das Bike grundsätzlich arbeitet. Sie trägt Fahrer + Bike und sorgt dafür, dass du immer in einem sinnvollen Bereich des Federwegs bist.

Es gibt zwei Varianten:

  • Luftfeder (Gabeln & Luftdämpfer): einstellbar, progressiv

  • Stahlfeder (Coil-Dämpfer): sensibel, konstant, ideal für ruppige Gravity-Strecken

Die Feder legt das Fundament. Ohne korrekte Federrate bzw. richtigen Luftdruck funktioniert keine Dämpfung der Welt gut.


„Erst das Zusammenspiel aus Feder und Dämpfung sorgt dafür, dass du nicht nur komfortabel, sondern auch schnell und sicher unterwegs bist.“


Die Dämpfung – sie kontrolliert die Bewegung

Ohne Dämpfung würde dein Bike nach jedem Schlag wie ein Trampolin wippen.Die Dämpfung kontrolliert die Geschwindigkeit der Federbewegung – beim Einfedern und beim Ausfedern.

Die zwei wichtigen Richtungen:

  • Compression → Wie schnell das Fahrwerk einfedert

  • Rebound → Wie schnell es wieder ausfedert

Ohne saubere Dämpfung wäre das Bike unruhig, unberechenbar oder würde wegsacken – alles schlecht für Grip und Kontrolle.

Begriffe wie Low-Speed-Compression, High-Speed-Compression oder Rebound-Stack schauen wir in einem eigenen Beitrag an.


Warum Gravity-Fahrwerk andere Anforderungen hat

Gravity-Fahrwerke müssen viel mehr leisten als Touren- oder Marathon-Fahrwerke:

  • höhere Geschwindigkeiten

  • größere Schläge

  • längere, härtere Abfahrten

  • konstante Belastung über mehrere Minuten

Hier zählt vor allem eins: Konstanz.Dein Fahrwerk soll auch im dritten oder vierten Run noch sauber arbeiten – ohne Fading, ohne Wegsacken, ohne unkontrollierte Härte.

Für Gravity-Fahrer stehen immer im Vordergrund:

  • Grip vor Effizienz

  • Kontrolle vor Leichtgewicht

  • Stabilität vor Pedalperformance

Und aus deiner eigenen Erfahrung kannst du bestätigen:Ein falsch eingestelltes Fahrwerk kostet sofort Zeit und Vertrauen – und macht jede Abfahrt hektischer, als sie sein muss.


„Gerade im Downhill-Rennlauf trennt ein gutes Setup die Fahrer, die oben mitreden, von denen, die am Limit kämpfen.“


Was ein gutes Gravity-Fahrwerk ausmacht

Ein gutes Fahrwerk ist kein „weiches“ Fahrwerk. Und auch kein hartes.Ein gutes Fahrwerk ist berechenbar.

Es sollte:

  • ruhig liegen, nicht nervös sein

  • kleine Schläge sensibel filtern

  • bei großen Schlägen stabil bleiben

  • Grip liefern, auch in Wurzeln und Steinfeldern

  • mehrere Runs lang konstant arbeiten

Ein gutes Setup fühlt sich nicht spektakulär an – es fühlt sich richtig an.

Wie du genau dorthin kommst, behandeln wir in den nächsten Artikeln der Serie.


„Ein gutes Setup fühlt sich oft unspektakulär an – weil alles funktioniert, statt zu überraschen.“


Ausblick

Im nächsten Artikel geht es um die wichtigsten Fachbegriffe, die jeder Fahrer verstehen sollte:

„Sag, Rebound, Compression & Co. – die Fahrwerksbegriffe einfach erklärt“

Wenn du diese Grundlagen kennst, macht jede Einstellung plötzlich Sinn – und du kannst dein Bike auf einem ganz neuen Level verstehen.

Wenn du keine Lust auf Rätselraten hast und direkt ein professionelles Setup möchtest, findest du hier deine Fahrwerks-Services bei mir im Shop.


„Hast du Fragen oder ein konkretes Problem? Schreib mir – vielleicht wird daraus der nächste Artikel.“


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